Gold in Tashkent?

August 11th, 2026

Aktuell läuft der erste Contest. Das Ranking lässt sich hier https://ranking.ioi2026.uz/ finden und hier https://www.youtube.com/live/NU3yjvnw82c gibt es einen Livestream des Contests. Maksym befindet sich aktuell in den Goldrängen und Rasmus in den Bronzerängen.

Practice Session

August 11th, 2026

Am zweiten Tag ging es für die Teilnehmer zur Practice Session, wo die Contest Umgebung erprobt wurde. Danach ist bei der Opening Ceremony ein lokales Orchester aufgetreten und es wurden lokale Tänze aufgeführt.

Pascal, Hans, Rasmus und Maksym bei der Practice Session

Finde den blauen Drachen

Umwerfendes Uzbekistan

August 11th, 2026

Heute reist das deutsche Team nach Tashkent/Uzbekistan um an der 38. IOI teilzunehmen. Nachdem wir am Flughafen angekommen sind, wurde gleich mit dem Feilschen um die SIM-Karten begonnen. Trotz dass wir den Preis um sage und schreibe 10’000 UZS (~72 cent) drücken konnten, werden wir das Gefühl nicht los, dass wir über den Tisch gezogen wurden.

Ein Teil des Teams auf dem Weg nach Tashkent. Vlnr: Lucas (TL), Rasmus, Maksym, Lukas (ISC), Pascal, Julian (ITC), Erik (TL).

Anschließend ging es vom Flughafen für die Teilnehmer zu ihrem Hotel, während die Teamleitung unüblicherweise in einem Wohnheim untergebracht wurde. Nach einer kurzen Inspektion der Zimmer ging es zur Contest Hall, wo auch gleich tourist angetroffen wurde.

Gruppenfoto mit tourist

Teilnehmer beim Tichu spielen.

Während die Teilnehmer sich beim obligatorischen Tichu spielen von der Anreise erholten und Kräfte für die anstehenden Contests sammelten, entschied sich die Teamleitung dafür bei 40°C die Innenstadt etwas zu erkunden. Dabei ist insbesondere die besonders schöne Metro hervorzuheben.

Zwei Stationen der Metro (jede Station hat ein eigenes Design) und einer der Parks. Der Brunnen wurde für eine Abkühlung verwendet.

Ente gut, alles gut

Juli 30th, 2026

Der zweite Contest war ein voller Erfolg: Maxim und Anna konnten sich jeweils eine Bronzemedaille sichern und auch Laura hat am zweiten Tag noch ordentlich Punkte gesammelt.

Nachdem der Wettkampf abgeschlossen war, stand der gestrige Tag ganz im Zeichen nicht-informatischer Freizeitgestaltung – zumindest für die Delegationsleitungen, die eine Stadtführung durch Kaunas erlebten und ein Kunstmuseum besuchten. Hier konnte man mithilfe von VR-Brillen, der Zukunftstechnologie der frühen Nullerjahre, in die Werke von M. K. Čiurlionis eintauchen.

Den Teilnehmenden wurde wohl weniger Sinn für Kunst zugetraut, weswegen sie sich in der Nähe eines Basketballstadions mit der Programmierung von Lego-Robotern auseinandersetzten. Nach den anspruchsvollen Programmieraufgaben des Vortages lagen die Herausforderungen hier eher im Kampf mit widerspenstiger Hardware.

Guide Vykentas ließ sich netterweise zu einer kleinen Stadtführung überreden.

Den Höhepunkt der Olympiade bildete dann die Closing Ceremony, die durch starken Gebrauch von traditionellen, litauischen Gesängen einen stilistischen Rückgriff auf die Opening Ceremony machte. Diesmal wurden diese aber mit Techno-Beats und mindestens(?) einer Nebelmaschine unterlegt.

Am wichtigsten war natürlich die Übergabe der wohlverdienten Medaillen, in unserem Fall der ersten deutschen Medaillen bei einer EJOI überhaupt! Übertroffen wurde dies nur noch von der Vergabe weiterer Ehrungen, die besonders witzige und denkwürdige Momente während der Olympiade herausstellen sollten, also beispielsweise den hässlichsten Code oder die meisten gefundenen Gummienten. Die Gewinner letzterer Kategorie hatten hierfür sogar Analysis Session und Lösungsbesprechung versäumt. Maxim wurde für besonders fragwürdigen Umgang mit einer Wurfaxt ausgezeichnet.

Das Team mit Medaillen und Teamleitung

Hiermit verabschieden wir uns von dieser Olympiade, von der wir hoffentlich auch in Zukunft wieder berichten können. Die nächste für diesen Blog relevante Veranstaltung ist dann die Internationale Informatik-Olympiade (IOI), die in neun Tagen in Usbekistan startet.

Auf expliziten Wunsch der Teilnehmenden fügen wir noch dieses, von ihnen mit Mühe und Photoshop verübte Stilvergehen ein.

Traumhaftes Trakai

Juli 28th, 2026

Nach den Anstrengungen des ersten Contest-Tages hatten sich die Teilnehmenden ein wenig Abwechslung verdient. Dafür planten die Organisatoren eine Exkursion zu den Burgen in Trakai. Damit bewiesen sie zwar nicht allzu viel Fantasie (die Führungen durch die Burg, die Bootsfahrt und sogar das Mittagessen kopierten den Exkursionstag der Baltic Olympiad in Informatics 2024), Spaß hatte das Team trotzdem.
Es wäre damit also durchaus möglich gewesen, einfach diesen Blogpost abzuschreiben und ein paar Bilder auszutauschen. Um ein wenig Authentizität zu simulieren, belassen wir es dabei, die Überschrift zu klauen.

Auch diese Bildkomposition ist im Blog schonmal vorgekommen. Die Burg im Hintergrund besteht größtenteils aus Backsteinen, weil Vytautas, dem ansonsten so Großen, passendere Baumaterialien fehlten.

 

In einem etwas langatmigen Vortrag wurden uns mittelalterliche Waffen…

 

…und äußerst modische Rüstungsteile vorgestellt.

Im Moment läuft der zweite Contest. Vor allem Anna hat im Ranking schon einen großen Sprung nach vorne gemacht. Es verbleiben aber noch fast zwei Stunden, in denen auch Maxim und Laura aufholen können.

Und falls sich die Teilnehmenden nicht genug anstrengen sollten…

Licht am Anfang des Tunnels?

Juli 26th, 2026

Nach der Practice Session gab es für die Teilnehmenden noch Spiel und Spaß: Bei der Opening Ceremony wurde gesungen, etwas eigenwillig klingende, traditionelle Blasinstrumente vorgeführt und zur Eröffnung der Olympiade geleitete ein Volkstanz in Tunnelform alle aus dem Raum. Bei einer Stadtrallye konnten die Teilnehmenden in Hotelnähe eine Insel mit Ausblick auf wunderschöne Parks und Parkhäuser besuchen und auch die anderen Delegationen waren noch für das ein oder andere Kartenspiel zu haben.

Ob man Frankreich am Kickertisch eher schlagen kann als im Contest?


Heute Morgen wurde es dann ernst: Die Jury hatte außerordentlich interessante Probleme vorbereitet – es fehlten lediglich interessante Aufgabenbeschreibungen, die an dieser Stelle in Form von schlechten Wortwitzen hätten verarbeitet werden können. Insgesamt wurden einige Punkte gesammelt: Und das, obwohl die am Vorabend gesammelte Erfahrung unserem Team bei einer Aufgabe zum Thema „Stadtrallye“ helfen konnte. Trotzdem sind alle noch in Reichweite der Medaillenränge. Da die EJOI die Anzahl der Medaillen auf recht ungewöhnliche Art und Weise berechnet, wird auch die Anzahl der Medaillen erst nach dem zweiten Contest übermorgen feststehen. Wer den zweiten Contest direkt live verfolgen möchte, kann das hier tun.
Heute Abend werden die Delegationsleitungen ins Theater gehen, um eine litauische (und somit insbesonder litauisch-sprachige!) „absurde Komödie“ zum Thema Zeitreisen anzusehen (zum Glück mit Untertiteln). So viel Hochkultur wollen die Organisatoren den Teilnehmenden aber nicht zumuten: Sie werden bei einem „Culture Evening“ in deutlich spielerischeren Austausch mit anderen Delegationen treten.

(Wurst-)Brot und Spiele

Juli 25th, 2026

Gestern begann eine echte Premiere: Zum allerersten Mal überhaupt wird ein deutsches Team an der European Junior Olympiad in Informatics (EJOI) teilnehmen! Diese Olympiade richtet sich an Jugendliche mit einem Alter von weniger als 16 Jahren und findet dieses Jahr in Litauen statt.

Das deutsche Team. V.l.n.r: Maxim Akinschin, Laura Lerner, Anna Färber
Weil es nur drei deutsche Teilnehmende gibt, muss Guide Vykintas beim Tichu-Spielen aushelfen – ob er nun will oder nicht.

Entsprechend sind wir gestern in den Flieger gestiegen und sogar recht pünktlich in Kaunas, der zweitgrößten Stadt des Landes angekommen. Das Abendessen haben wir trotzdem verpasst, aber immerhin durften sich alle Nicht-Vegetarier über ein eigentlich für die Guides bestimmtes, mit Mayonnaise durchtränktes Salami-Sandwich freuen.

Den Tag heute haben wir mit der Practice-Session begonnen, die derzeit noch andauert. Hier können die Teilnehmenden sich mit dem Contest-System vertraut machen und bereits Spaß mit ersten Aufgaben haben.